Neue Spiel- und Freizeitfläche beim Museum Arbeitswelt
Gemeinderat beschließt Umgestaltung und gibt Geld für Spielgeräte frei
Eine neue Spiel- und Freizeitfläche entsteht beim Museum Arbeitswelt. Es wird der Platz teilweise entsiegelt und ein direkter, barrierefreier Zugang zum Wasser der Steyr errichtet. Ziel ist es, den Freiraum im Sinne einer zukunftsorientierten, klimaresilienten Stadtentwicklung qualitativ aufzuwerten und als attraktiven Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsraum für Studierende, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt zu gestalten. Der Gemeinderat der Stadt Steyr fasste den Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung des Vorplatzes des Museums Arbeitswelt in eine neue Spiel- und Freizeitfläche. Rund 370.000 Euro werden aufgeteilt auf die Jahre 2026 und 2027 vonseiten der Stadt für die Umgestaltung fällig. Gleichzeitig beschließt der Gemeinderat bereits jetzt den Ankauf von Spielgeräten, wie im Entwurf der Architekten vorgesehen. Die Bauarbeiten werden in den Sommermonaten ausgeschrieben. Der Gemeinderat gibt rund 17.000 Euro für die Geräte frei. Möglich wird die für die Stadt kostengünstige Umgestaltung des Platzes mit Förderungen und wegen der Unterstützung von Fachhochschule und Rotary Club Steyr.
Tauchergarten im Stadtbad wird wieder benützbar
Gemeinderat nimmt Eigentümerverpflichtung wahr und beschließt denkmalschutzkonforme Sanierung
Der Tauchergarten im Steyrer Stadtbad kann aufgrund des desolaten Zustands nicht mit Wasser befüllt und von Badegästen genützt werden. Gesprungene Scheiben, massive Rostschäden in der Stahlkonstruktion, tiefe Risse in den Betonwänden hinter den Mosaikfliesen, undichte Anschlussteile, Farb- und Putzabplatzungen lassen keinen Betrieb zu. Der Tauchergarten ist ein Denkmal der 50er-Jahre und steht aufgrund einer Verordnung des Bundesdenkmalamtes unter Denkmalschutz. Die Stadt ist als Eigentümerin verpflichtet, geschützte Denkmale in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Um den Tauchergarten wieder nutzbar zu machen, sind tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Dabei sind sowohl die Anforderungen des Denkmalschutzes und des Bäderhygienegesetzes als auch bauliche, sicherheitstechnische und statische Aspekte zu berücksichtigen.
Der Gemeinderat beschließt eine Sanierung des Tauchergartens. Ziel ist es, mit den Sanierungsarbeiten im Herbst 2026 zu beginnen, sodass der Tauchergarten den Badegästen nach Möglichkeit bereits während der Freibadsaison 2027 wieder zur Verfügung stehen kann. Die zu erwartenden Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei rund 1,13 Millionen Euro.
Der Tauchergarten ist Teil der Freibadanlage des Steyrer Stadtbades, die im Sommer 1959 eröffnet wurde. Die Entwürfe der Freibadanlage stammen vom Wiener Architekten Friedrich Florian Grünberger, der auch „der Bäderpapst von Wien“ genannt wurde. Zentrales Gestaltungselement bildet eine Betonplastik mit integrierter Rutsche, welche die Form eines Kraken mit dem dahinter schimmernden Korallenriff (Mosaikfliesen) nachbilden soll. Der Tauchergarten gilt europaweit als einzigartig und ist ein charakteristisches und progressives Zeitdokument der 50er-Jahre-Architektur.
Stadt bietet ganztägige Schulformen an Pflichtschulen
Gemeinderat gibt mehr als eine Million Euro für Freizeitbetreuung frei
Die Stadt Steyr bietet an den Volksschulen Ennsleite, Gleink, Promenade, Tabor, Resthof und Wehrgraben eine Freizeitbetreuung im Rahmen der ganztägigen Schulform an. Diese umfasst Lernzeiten, Freizeitangebote sowie die Mittagsverpflegung und findet an Schultagen von Montag bis Donnerstag jeweils von 11.30 bis 16 Uhr sowie an Freitagen jeweils bis 15 Uhr statt.
An der Ganztags-Mittelschule 2 im Stadtteil Ennsleite wird die Freizeitbetreuung in verschränkter Form angeboten. Da bei dieser Organisationsform die Unterrichts- und Betreuungseinheiten über den gesamten Schultag verteilt sind, besteht für die Schülerinnen und Schüler an allen Schultagen Anwesenheitspflicht.
Für das Schuljahr 2026/2027 wurde von den genannten Volksschulen ein Bedarf von insgesamt 18 Gruppen gemeldet, davon acht als sonderpädagogisch geführte Gruppen. Die Ganztags-Mittelschule 2 wird in der verschränkten Form mit acht Klassen geführt. Die Anzahl der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe beträgt im Durchschnitt 15 Kinder. Jede Gruppe wird von mindestens einer Person betreut, bei sonderpädagogisch geführten Gruppen braucht es eine Betreuungsperson.
Die Stadt stellt für die Freizeitbetreuung am Nachmittag 934.080,84 Euro für das Schuljahr 2026/2027 bereit. Das Aufgabengebiet der Freizeitbetreuerinnen und -betreuer umfasst neben dem Informationsaustausch mit den Lehrkräften und der Schulleitung die Beaufsichtigung der Kinder während der Essenszeit sowie die Vorbereitung und inhaltliche Gestaltung des Freizeitteiles. Das Freizeitangebot im Freizeitteil wird in einem pädagogischen Konzept festgelegt, welches für jedes Schuljahr erstellt wird. Die weitere Planung ist mit der Schulleitung der Schule konkret abzustimmen. Mit Abwicklung und Organisation der Freizeitbetreuung wird das Berufsförderungsinstitut Oberösterreich als Bestbieter betraut.
An der Sonderschule und Volksschule Steyrdorf wird das Diakonie Zentrum Spattstraße mit der Freizeitbetreuung von vier sonderpädagogisch geführten Gruppen betraut, der Gemeinderat gibt dafür 100.853,93 Euro frei.
986.835 Euro für private Kinderbetreuungseinrichtungen
Stadt finanziert zusätzlich zu städtischen Einrichtungen den Abgang der Privaten
Die Stadt Steyr betreibt in allen Stadtteilen Kinderbetreuungseinrichtungen (Krabbelstuben, Kindergärten und/oder Horte). Zusätzlich bieten auch private Träger Betreuungsplätze an verschiedenen Standorten an. Die Stadt Steyr hat daher mit den Rechtsträgern der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen seit Jahren privatrechtliche Verträge abgeschlossen, in denen sich die Stadt zur Deckung des jährlich auflaufenden, jeweiligen budgetären Abganges verpflichtet. Für das Betreuungsjahr 2026/2027 gibt die Stadt die erste Akonto-Zahlung in der Höhe von 986.835 Euro frei. Der Abgang der privaten Einrichtungen für das gesamte Betreuungsjahr wird sich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen.